Landeshaushalt 2012/13: Bei den Hochschulen darf nicht gespart werden!
Heute fand im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages Rheinland-Pfalz die Anhörung der Hochschulpräsidenten zum Doppelhaushalt 2012/13 statt.
„Für die Juso-Hochschulgruppe ist klar: Bei den Hochschulen darf im Landeshaushalt nicht gespart werden!“, so Marius Müller, Sprecher der Juso-Hochschulgruppe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Mitglied des Studierendenparlamentes.
Lina Bierwolf, Senatsmitglied für die Juso-Hochschulgruppe vom Fachbereich für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaften in Germersheim verdeutlicht: „Die vorgesehene Anhebung des Lehrdeputats für Professorinnen und Professoren von acht auf neun Semesterwochenstunden bedeutet mittelfristig eine Kürzung des Personalbudgets für diese Gruppe um zwölf Prozent. Die Folge wäre, dass freigewordene Professuren wegen fehlender Mittel wieder über einen längeren Zeitraum nicht besetzt werden könnten.“ Besonders für einen kleinen Fachbereich wie der in Germersheim würde das enorme Schwierigkeiten mit sich bringen.
Die Juso-Hochschulgruppe begrüßt nach wie vor die geplante Abschaffung der Langzeitstudiengebühren, fordert aber gleichzeitig, dass die für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz wegfallenden Mittel in Höhe von etwa 1,7 Mio. Euro jährlich kompensiert werden.
„Es ist schön zu sehen, was an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in den letzten Jahren an Bauprojekten realisiert worden ist. Allerdings gibt es nach wie vor in einigen Bereichen einen großen Investionsstau. Daher kann es auch nicht sein, dass Bauprojekte wie ein Neubau der Zentralbibliothek oder der Biologie nicht im Landeshaushalt auftauchen“, so Marius Müller abschließend.
